Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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ein altes Gemäuer an ſich zu bringen, das für keinen Menſchen Werth und Intereſſe hat, war Askan's Antwort.

Auch für Sie hat dieſe Burg kein Intereſſe?

Gar nicht.

Freilich, Sie leben in der Welt, der Glanz der Gegenwart macht Sie gleichgültig gegen die Romantik der Vergangenheit.

Wenn dieſe Romantik auf der Vergänglichkeit alles Irdiſchen baſirt iſt, ſo verſchwindet allerdings jeder Reiz für mich und ich würde es eher als eine Eitel⸗ keit meinerſeits betrachten, wollte ich die Spuren eines alten Stammes in ſolchen Ruinen verklären. Mir ſind die Pflichten meines Standes, wie ſie die Jetztzeit fordert, weit wichtiger als die Thaten meiner Vor⸗ ältern, die von roher Willkür erzählen. Ich gebe gar nichts auf den Wahn, welchen man Adelſtolz nennt.

Nicht? Man findet Sie aber ſtolz!

Askan lächelte und blickte dem verwunderten Mädchen feſt ins Auge.

Ich bin auch ſtolz, Dora Bella. Ich bin ſtolz auf meine Grundſätze, ich bin ſtolz auf mein verfloſſe⸗ nes Leben, ich bin ſtolz auf Alles, was an mir und in mir iſt. Tadeln Sie mich immerhin deshalb, ver⸗ achten können Sie mich nicht!