Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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17 Amt ihrer Vormundſchaft ſtürzte, das außer einigen pecuniären Annehmlichkeiten bedeutende Beläſtigungen in ſich bergen konnte.

Im Speiſeſalon fand der Hofmarſchall den Grafen Askan und Reinhold von Leſſel vor.

Graf Askan ſchien tief traurig zu ſein; Reinholds leichtfertige Aeußerungen über den Tod des Grafen Harald, die dahin gingen, daß ein alter Mann ſich eigentlich nichts Beſſeres wünſchen könne als einen ſolchen Tod, fanden keinen Anklang, obwohl ſie im Grunde nicht zu mißbilligen geweſen wären.

Am ergriffenſten vom Tode Sr. Excellenz war ſicherlich der alte Volkmann; aber trotzdem fehlte er am Frühſtückstiſche nicht, um den Herren nach alter Gewohnheit die Frühſtücksweine zu kredenzen.

Das Geſpräch drehte ſich um das Ereigniß im Schloſſe, und der Umſtand, daß kein Erbe des Stammes mehr vorhanden ſei, kam auch zur Sprache. Der Hof⸗ marſchall ſtreckte vorſichtig ſeine Fühlhörner heraus, um zu ſondiren, ob Graf Askan genau wiſſe, welche Hoffnungen er auf dieſen Umſtand bauen könne.

Ebenſo vorſichtig umging aber Askan die Beant⸗ wortung ſeiner feinen Fragen und Reinhold von Leſſel hütete ſich, auch nur durch eine Miene zu verrathen,

wie weit er in dieſe Angelegenheit eingeweiht ſei. Fritze, Schloß Bärenberg. III. 2