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„Haben Sie niemals Ihrem Vater eine Andeutung über Ihr Vorhaben gemacht?“
Dora Bella ſchaute ihn voller Entrüſtung an. „Denken Sie, daß ich noch bei meines Vaters Leb⸗ zeiten Pläne gemacht haben könnte, die nach ſeinem Tode ausgeführt werden ſollten? O, Herr Hofmar⸗ ſchall, ein Plan lag nicht in meiner Seele. Was ich jetzt thun will, iſt eine Selbſthülfe, eine Nothwendigkeit für mein übriges Leben.“
„Können Sie ſich einbilden, daß Ihr Vater das Wohlſein der geliebten einzigen Tochter bei dem Teſta⸗ mente außer Acht gelaſſen habe?“
Dora Bella wechſelte raſch die Farbe. Augen⸗ ſcheinlich litt ſie unter der Einwirkung eines Gedan⸗ kens, der ihr das Blut raſcher durch die Adern trieb und ihr Gemüth in eine krampfhafte Aufregung ver⸗ ſetzte. Sie athmete kurz und haſtig und preßte die Lippen zuſammen, als wolle ſie dem Gedanken wehren, über dieſelben zu gehen.
Nur einiger Minuten bedurfte es aber, und der Paroxysmus einer tiefen, ſchmerzlichen Bewegung war vorüber. Ihre Stimme wankte noch ein wenig, als ſie dann erwiderte:
„Die Liebe zu mir war wohl während der Zeit, wo er im vollen Bewußtſein eines neubelebten Daſeins


