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es gibt kein anderes Mittel, als mich mit meinen Rechten zu rüſten. Ich will, ich werde Schloß Bären⸗ berg nicht verlaſſen. Ich bin zu jedem andern Opfer bereit; unſere Kaſſen ſind gefüllt, meines Papas Pri⸗ vatſchatulle kann manche Anforderung befriedigen; was Sie mit Geld auszugleichen vermögen—“
Der Hofmarſchall unterbrach ſie:
„Die Ehre des armen Edelmanns wird durch Geld⸗ anerbietungen verletzt.“
„O, wenn es eine Schadloshaltung für mein Leben beträfe? Ich will ja keine Rechte abkaufen, nein! Ich will mir nur das Recht erkaufen, hier leben und ſterben zu können. Nach meinem Tode mag das Teſtament meines lieben Papas in Kraft treten, ſolange ich aber lebe, kämpfe ich für mein Privilegium.“
„Ob Ihre Anſichten darüber richtig ſind, müßte ich doch erſt prüfen“, meinte der Hofmarſchall bedenklich und ein ſtarker Zweifel prägte ſich in ſeinem Geſichte aus.
„Wenn Sie ſich von der nächtlichen Fahrt erholt und einige Erfriſchungen eingenommen haben, ſtehe ich zu Befehl, Herr von Wenkenthal“, entgegnete Dora Bella kalt und artig.„Ich finde es natürlich, daß Sie Ueberzeugungen ſuchen, bevor Sie handeln. Nur möchte ich Sie bitten, meine Angaben nicht für kin⸗ diſche Erdichtungen zu halten.“


