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meinem Tode unbeſchränkte Herrin dieſes Schloſſes zu bleiben. Dies Recht nehme ich in Anſpruch, mein Herr von Wenkenthal, und erkläre hiermit kraft dieſes Rechts jede andere Beſtimmung für ungültig!“
Ihre Stimme hatte ſich allmälig aus der beklemm⸗ ten Bruſt freier und immer freier gemacht, ſodaß ſie die letzten Worte mit der vollen Ruhe eines wohlüber⸗ legten Entſchluſſes ſprach.
Der Hofmarſchall betrachtete die kleine kluge Dame ſtumm und regungslos.
Dora Bella fuhr fort, aber ihr Ton ſank wieder zu dem demüthigen, leiſen Klang hinab, der ihr trauerndes Herz verrieth:„Wäre mein lieber Papa nicht ſo ſchnell von mir geſchieden, ſo würde ich ihm Alles offenbart haben, was mich bedrückt. Zur Zeit konnte ich dies nicht bewerkſtelligen, denn es ſtand einer zwiſchen meinem und ſeinem Herzen. Nun mein lieber Papa todt iſt, müſſen Sie an ſeiner Statt meine Rechte vertreten. Es werden jedoch dieſe Mittheilun⸗ gen wahrſcheinlich genügen, das Unheil, welches über meinem Haupte ſchwebt, zu bannen.“
„Iſt Ihnen kein Fall denkbar, dies ſchwebende Un⸗ heil anders zu bannen als durch Ihre Erklärung?“ fragte der Hofmarſchall.
Dora Bella blickte unſchuldig zu ihm auf.„Nein,


