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berechtigt geweſen, das Stammgut Bärenberg mit allen Gerechtſamen beliebig an einen ſeines Stammes zu vererben. Ich muß vermuthen, daß er dies gethan hat, und möchte die Anſprüche, welche mir als Gräfin Bärenberg geſichert ſind, eher geltend machen, als das Teſtament geöffnet wird. Dadurch hoffe ich, Conflicte zwiſchen mir und den muthmaßlichen Erben meines Vaters zu verhindern. Dadurch glaube ich den muth⸗ maßlichen Erben die Demüthigung zu erſparen, meinen gerechten Anſprüchen weichen zu müſſen.“
„Wer iſt Ihr Rathgeber geweſen, meine liebe Com⸗ teſſe?“ unterbrach ſie der Hofmarſchall achtungsvoll, aber kalt.„Bevor ich den Namen Ihres Rathgeb. s nicht weiß, kann ich mich mit einer ſo wunderbar deli⸗ caten Sache nicht befaſſen.“
Dora Bella hob ernſt und ſanft ihren Blick zu ihm auf.„Was ich mit Ihnen rede, Herr Hofmarſchall, weiß Niemand, und wenn ich Ihnen mein Vertrauen geſchenkt habe, ſo liegt dies in der Willensbeſtimmung meines lieben Papas, der Sie zu meinem Vormunde beſtimmt hat. Einen Rathgeber habe ich nicht ge⸗ braucht, deshalb habe ich auch keinen geſucht. Ich bin durch eine jener Zufälligkeiten, die man viel beſſer eine Schickung Gottes nennen könnte, zur Einſicht von Documenten gelangt, die mir das Recht ſichern, bis zu


