Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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los und ſah ſchärfer und prüfender in ihr Auge. Er hatte wohl die heftig ausbrechende Trauer eines kindlichen Gemüths, er hatte die Hülfloſigkeit eines verwaiſten Kindes erwartet, welches ſich nach dem Zu⸗ ſpruche des Mannes ſehnt, der ihm vom Vater als Vormund beſtellt iſt, aber dieſe Haltung, dieſe ernſte Faſſung hatte er nicht erwartet.

Wenn Sie nur bekümmert um Ihre Zukunft ſind, ſo mögen Sie ſich beruhigen; es iſt ein Teſtament Ihres Herrn Vaters vorhanden, das eingehend alle Ihre Verhältniſſe geordnet hält. Ein Brief Ihres Vaters gab mir Nachricht davon, ſprach der Hof⸗ marſchall der ſtummen Einladung Dora Bella's fol⸗ gend, inden er Platz an ihrer Seite nahm.

Das weiß ich, antwortete die Comteſſe mit leiſer, bedrückter Stimme.Aber ehe die Eröffnung des Teſtaments geſchieht, muß ich Ihnen eine Erklärung abgeben, welche die Beſtimmungen des letzten väter⸗ lichen Willens bedeutend beeinträchtigen könnte.

Herr von Wenkenthal, vom Erſtaunen über Dora Bella's plötzlich gereiftes Weſen zur Bewunderung über⸗ gehend, ſagte ermunternd:

Wollen Sie ſich deutlicher ausſprechen, liebe Com⸗ teſſe.. Mein Vater iſt, als der letzte ſeines Stammes