Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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ſeinen letzten Willen aufſetzte, etwas in den Hinter⸗ grund getreten und mein Papa mag wohl ſein Glück und mein Wohl zu verbinden geglaubt haben, indem er ſeiner Vorliebe für langgehegte Pläne nachgab.

Der Hofmarſchall zuckte ungeduldig und ärgerlich die Schultern. Direct auf Dora Bella einzudringen, daß ſie ihn in den geheimnißvollen Zwieſpalt einweihe, der jeden⸗ falls in letzter Zeit zwiſchen Vater und Tochter obge⸗ waltet, dazu fühlte er ſich nicht berufen, und alle ſeine leiſen Anmahnungen prallten an der Comteſſe ab. Was war hier geſchehen, ſeitdem er nicht hier geweſen war? Dora Bella hatte ſich erſchreckend raſch aus dem Schmetterlingsleben ihrer Jugend zur Jungfrau und zwar zu einer klugen und denkenden Jungfrau ent⸗ wickelt. Was mochte geſchehen ſein?

Haben Sie Kenntniß vom Inhalte des Teſta⸗ ments? fragte er endlich.

Nein, antwortete die Comteſſe.Doch kenne ich den Beſchluß meines Vaters, da er ihn unumwunden im Zimmer meiner Tante Eliſabeth ausgeſprochen hat.

Und der Beſchluß lautete? fragte der Hofmarſchall raſch und dringend.

Dora Bella antwortete nicht. 3

Könnte Ihr Vater nicht dennoch dieſen Beſchluß unausgeführt gelaſſen haben, Comteſſe?