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bewähren. Von ihrer Tante hatte ſie weder Wider⸗ ſpruch noch Theilnahme zu erwarten. Welch ein Glück, daß Antonie ihr zur Seite ſtand, wo es galt, ſelbſtſtändig zu handeln!
Eine Umwandlung im Schloſſe war jetzt gar nicht mehr nothwendig. Die Wohnung, welche ihre Mutter inne gehabt, war durch Graf Harald's treue und zart⸗ ſinnige Anhänglichkeit bisher dem Gebrauche verſchloſ⸗ ſen geweſen. Dort ſollte Antonie wohnen, ſie ſelbſt wollte ihres Vaters Zimmer und Schlafgemach zur Wohnung wählen. Eine tiefe Rührung beſchlich jetzt zum erſten Male Dora Bella's Herz und ſie fühlte die ſtarre Kälte ſchwinden bei dem Gedanken, in dieſem Raume leben und dem Andenken an ihre Aeltern täg⸗ lich Nahrung geben zu können. Alles ſollte unver⸗ ändert bleiben, damit ſie beim Anblicke der kleinſten Gegenſtände in Erinnerung ſchwelgen könnte. O wie ſehnte ſie ſich nach dem Vater, nach der Mutter, wie ſehnte ſie ſich, bei ihnen zu ſein, bei ihnen bleiben zu können!
In dieſem Momente war es, wo der alte Volk— mann mit trauriger Ruhe zu ihr eintrat und die An⸗ kunft des Hofmarſchalls von Wenkenthal meldete.
Dora Bella erhob ſich vom Divan. Ihr bleiches Geſicht zeigte, wie tief erſchüttert ſie vom Tode ihres
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