Teil eines Werkes 
3. Band (1867)
Entstehung
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unnd da ſie das Recht hatte, bis an ihres Lebens Ende hier als Herrſcherin zu bleiben, ſo wollte ſie dies Recht aufrecht erhalten wiſſen.

Was galt ihr Geld und Gut? Nichts! Denn ſie kannte die Leidenſchaften nicht, die ſich durch den Mammon befriedigen laſſen.

Hier, wo ihre Wiege geſtanden, hier, wo ſie in der Heiterkeit der Unſchuld, behütet von der Zärtlichkeit ihrer Mutter, beglückt durch die milde Nachgiebigkeit, durch die unbeſchränkte Liebe ihres Vaters gelebt hatte, hier, wo ihre Aeltern ruhten, wo ſie gekannt und ge⸗ liebt war, hier wollte ſie leben und ſterben und nicht den Eingebungen eines Familienſtolzes weichen, die einen Fremden, der kein Herz für die ſtillen Freuden der Einſamkeit im Buſen trug, zum Gebieter der Beſitzung Bärenberg ernannt haben K.aven. Sie kannte und reſpectirte die Rückſichten auf ſolchen Stammesſtolz nicht. Ihr galt die Lieblichkeit und Schön⸗ heit der Beſitzung mehr als die ehrwürdige Abſtam⸗ mung! Und dann? Ein Tropfen Gift war in ihre kindliche Seele gedrungen. Sie wollte vergelten, was man ihr, als der Tochter einer Gräfin Boran vom Stamme der Bärenberg⸗Boſtett zu Leide gethan. War es ein Ver⸗ ſchulden ihrer Mutter, daß eine Ahnfrau ihres Stam⸗ mes den Grafen Askan vom Wege des Guten verlockt