den gütigen, liebevollen Mann wiederzuerwecken ver⸗ möge.
Jetzt trat der Moment ein, wo Dora Bella ihre Beſtrebungen zur Anerkennung ihrer Stellung als Tochter des Hauſes kindiſch fand, wo ſie ſich kleinlich und erbärmlich mit den Forderungen vorkam, die ihre Stellung beſtimmen ſollten. Was hatte es wohl für Werth, ob ſie bei den Spielwerken der Geſelligkeit eine erſte Rolle ſpielte?
Es galt, einen wichtigern Schritt zu thun, es galt, ſich als Beſitzerin dieſes Schloſſes zu behaupten und die Maßregeln zu entkräften, die ſie einer Stätte be⸗ rauben konnten, woran ſie mit allen Faſern ihres Daſeins hing. Sie pries den Zufall, der ſie zur Kenntniß ihrer Anſprüche, ihrer Privilegien geführt hatte. Es wär zu erwarten, daß ihres Vaters letzter Wille ihre Zukunft glänzend ſicher geſtellt hatte, aber es war zu fürchten, daß er nicht hinlänglich auf ihre tiefe Anhänglichkeit an dies Schloß mit ſeinen reizenden Umgebungen Rückſicht genommen, daß er die Ver⸗ ſchmelzung ihres Weſens mit der himmliſchen, reizenden Einſamkeit geringer angeſchlagen hatte, als ſie in Wirklichkeit vorhanden war.
Dora Bella wollte um Alles in der Welt Schloß
Bärenberg mit keinem andern Aufenthalte vertauſchen, 1*


