Teil eines Werkes 
2. Band (1867)
Entstehung
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mich mit den Concepten des Grafen Harald mehr be⸗ ſchäftigte, als mir zuſtand. Ich bin ein ehrlicher Mann und werde niemals beſchuldigt werden können, für eines Dreiers Werth veruntreut zu haben, dieſe Selbſt⸗ hülfe hielt ich aber für erlaubt.

Ich beſtreite Ihnen ja die Befugniß nicht, zu leſen, was offen daliegt, rief Reinhold lachend. Weiter! Noch weiß ich nicht, was mir Günſtiges aus dem ſchnellen Tode Sr. Exellenz erwachſen könnte.

Ganz kurz geſagt die Möglichkeit, durch eine Hei⸗ rath mit Comteſſe Dora Bella hierſelbſt Herr und Ge⸗ bieter werden zu können.

Reinhold ſprang auf und umarmte den Inſpector.

Menſch, Sie myſtificiren mich, Sie wollen mich als einen Leichtgläubigen ſpäterhin verhöhnen!

Mein Intereſſe und das Ihrige geht Hand in Hand, mein gnädiger Herr, erwiderte Prutz lächelnd, und ich ſtütze meine Mittheilung auf die Thatſache, daß es der hübſchen kleinen Comteſſe frei ſteht, ſich einen Gatten zu wählen, und daß ſie danach das Recht hat, dieſen Gatten zum Beſitzer ihrer Güter zu erheben.

Aber, Inſpector, das wäre ja ein unglaubliches Vorrecht, was Damen von fürſtlichem Geblüte kaum zugeſtanden wird!