Teil eines Werkes 
2. Band (1867)
Entstehung
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kühle Nachtwind jagte die ſeidenen Vorhänge hin und her, daß ſie geſpenſtiſch rauſchten, und die Geiſter der Einſamkeit, die vor dem luſtigen Geplauder der Ge⸗ ſelligkeit das Feld hatten räumen müſſen, kehrten wieder in ihr Reich zurück.

Der alte Volkmann ſchien der Beſchützer dieſer Geiſterwelt zu ſein, denn er beeilte ſich, die Ordnung in allen Räumen wiederherſtellen zu laſſen, als dürfe die Nacht nichts von dem ſchwelgeriſchen Treiben des Tages bemerken. Unter ſeiner ſpeciellen Leitung wur⸗ den die Seſſel wieder auf dieſelbe Stelle gerückt, die Teppiche geſäubert und ausgebreitet, die Tiſche geordnet und Geſchirr, Gläſer und Silberzeug in den großen eichenen Schränken untergebracht. Dabei hatte der alte Volkmann immer noch Zeit und Gelegenheit, ſeine alten, muntern Augen überall hinzuſchicken, wo es etwas zu ſehen, und ſeine Ohren zu öffnen, wo es etwas zu hören gab.

Da ſah denn der alte Volkmann plötzlich Dora Bella, die er kopfſchüttelnd während des ganzen Gaſt⸗ mahls beobachtet hatte, aus ihrem Zimmer kommen, noch im ganzen Geſellſchaftsanzug, obwohl ihre alte Bonne ſchon davon geſprochen, daß ſie ihre Comteſſe ausziehen gehen müſſe. Der alte Volkmann ſah auch, daß Dora Bella ſich unſicher umſchaute und nach