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er in herzlichem Tone:„Damit Du's verſtehſt, will ich Dir erſt meine ganze Proceßgeſchichte erzählen. Du wirſt dann einſehen, daß es nur einen einzigen Weg gibt, die Streitigkeit zwiſchen uns zu endigen, und daß es am beſten iſt, alle Gerichtstermine durch eine Trauung zu vermeiden.“
Dietrich ſetzte ſich ſeinem Onkel gegenüber und machte gegen ſeine Gewohnheit nicht die geringſte Ein⸗ wendung. Dieſer hob mit geſteigerter Lebhaftigkeit und Beredtſamkeit an:
„Daß die Wittwe Horink eine Tochter des ver⸗ ſtorbenen Wachtmeiſters Petter iſt, weißt Du ſchon. Der Wachtmeiſter war ein ſtolzer und aparter Mann. Mit mir war er gut Freund, ſonſt aber ſtellte er ſich gern ein bischen hoch über die Dorfleute, ohne ſich jedoch zu den Schloßleuten zu halten. Na, ſiehſt“, fuhr der Gaſtwirth, in den Jargon der Gegend ver⸗ fallend,„wir waren alſo nicht verfeindet, als ich meine Bergwieſe vor mehreren Jahren drainiren ließ. Und was geſchieht? Als ich die Baumſtämme und Wurzeln ausroden ließ, fand es ſich, daß die Grenze der Wieſe wenigſtens eines halben Morgens Länge und Breite in des Wachtmeiſters Waldecke ſich erſtreckte, daß alſo der Herr Wachtmeiſter Petter ganz unrechtmäßigerweiſe Holz dort geſchlagen und Reiſig geſammelt hatte. Jetzt


