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Recht hat oder nicht, wenn er behauptet, Du hätteſt nur Augen für ſie“, entgegnete Herr Evers kaltblütig.
Dietrich wurde ernſthaft und ſah ſeinen Onkel ge⸗ ſpannt an.
„Ja, ja! Mir wie Dir wird mit dieſer Heirath gedient ſein“, fuhr dieſer mit guter Laune fort.„Du erhältſt eine vorzügliche Frau mit höchſt anſtändigen Connexionen im Dorfe“— Dietrich's Mienen zeigten Mißbilligung—„und ich werde meinen verwünſchten Proceß mit der Wittwe Horink los.“
Die Veränderung in des jungen Mannes Geſicht wurde ſichtlicher, ſie glich der Beſtürzung.
Herr Evers rieb ſich frohlockend die Hände.„Nun? Kannſt Du noch nicht rathen, wen ich für Dich zur Zähmung ausgeſucht habe?“ fragte er ironiſch lachend.
„Onkel, ich verſtehe nicht“, ſtammelte der junge Mann und ſeine Augen irrten unſtät und verlegen von einem Gegenſtand zum andern. Eine glühende Röthe ſchlug nach und nach über ſein ganzes Geſicht und er rang vergeblich nach Faſſung. Selbſt dem einfachen Naturmenſchen, dem Gaſtwirth Evers, wurde klar, daß er mit ſeinem Heirathsprojecte eine Saite in dem Innern Dietrich's berührt habe, die ſein ganzes Weſen in Aufruhr brachte. Mitleidig wollte er ihm Zeit geben, ſich wieder zu ſammeln; deshalb entgegnete


