Teil eines Werkes 
1. Band (1867)
Entstehung
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von meiner wie von Ihrer Seite einer baldigen Ver⸗ heirathung der jungen Leute nichts entgegen, alſo ſchlagen Sie ein! Keine Termine mehr! Eine Schen⸗ kungsurkunde, ſagt Herr Reinhold von Teffel,d den ich eben befragte, eine Schenkungsurkunde über den fraglichen Gegenſtand beſeitigt Alles; ich zahle die Koſten und unſere Kinder werden trotz des vererbten Proceſſes glücklich!

Frau Horink konnte ſich eines beifälligen Lächelns nicht erwehren, aber ſie hütete ſich irgend ein Wort zu ſagen, was ihre Meinung hätte verrathen können. Sie verſprach Herrn Evers, die Sache zu überlegen, mit Klara zu beſprechen und mit ihrem Schwager, dem Förſter, zu berathen; nur nach reiflichem Erwägen aller Verhältniſſe werde ſie einen Entſchluß faſſen und dabei ihrer Tochter das erſte und wichtigſte Wort gönnen.

Gegen dieſe Erklärung konnte Herr Evers nichts einwenden. Er entfernte ſich nach dem Beſcheide und ſchritt ſtattlich und ſtolz, wie er gekommen war, wieder ſeinem Hauſe zu, nur mit dem Unterſchiede, daß jetzt eine Art Siegesfreude ſein Geſicht verklärte, ein Be⸗ weis, daß er an dem Erfolge ſeiner Werbung nicht den mindeſten Zweifel hegte.

Klara war mit pochendem Herzen geflohen. Sie