Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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A

Hirſch Meier aus Hamburg hatte beſorgen laſſen, die

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Alicens Wangen erglüheten aber ſchamhaft, als der Oberkammerherr ſagte:

Nun ſchmücke Dich, mein Kind ſchmücke Dich mit Konſtanzen, legt Myrten um Enre Stirnen, denn Ihr ſollt zuſammen vor den Altar treten!

Mit einem Laut des Entzückens warf ſich Erneſt zu Alicens Füßen nieder und ſah mit huldigender Zärt⸗ lichkeit zu ihr hinauf. Konſtanze umſchlang unter Freu⸗ denthränen das zitternde Mädchen, und Ludwig drückte dankbar ſeinem alten Vater die Hand, während er ſeine Mutter an's Herz zog.

Iſt's nicht gut ſo? fragte die alte Dame ſeelen⸗ vergnügt.Ja, das verdankt Ihr dem alten guten Victor, der in ſeiner Herzensfreude dieſe Idee faßte und ſie richtig glücklich ausführte, ohne daß Ihr etwas merktet.

Der Präſident rieb ſich frohlockend die hagern Hände.

Die Tragödie begann mit einem Tauffeſte, ſchrie er ganz aus der feierlichen Stimmung heraustretend, und endet mit einer Doppelhochzeit. So iſt's geſcheidt! Ich bitt' mir aber aus, daß jetzt keine Thränen mehr fließen, denn ces iſt Freude im Himmel und auf Erden!

Wir überlaſſen die Glücklichen ihrer Hochzeitsfreude, notiren nur ganz kurz, daß Konſtanze, von einem ſtillen Dankgefühle geleitet, ihren Brautanzug von Madame