Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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liebe Ehegattin Helene zeitlebens unſere Wohnung da⸗ rin finden mögen.

Erneſt, ſichtlich ergriffen, trat jetzt haſtig vor, nahm die Hände des Primus und Tertius in die ſeinen und entgegnete ſehr ſchnell:

Ich nehme den Beweis Eurer Güte an, und dies ſei Euch ein Zeugniß meines ganz veränderten Sinnes. Das Schickſal hat mich in meinen Plänen für's Leben verhöhnt, es hat mich Schritt vor Schritt auf die Bahn geleitet, wo ich gebeſſert und von meinen Charakterhärten geheilt, glücklich wirken und ſchaffen kann. Es hat mich zu dem Weſen geführt, das mir nothwendig zu meinem Lebensglücke war aus Alicen's Hand fließe der Segen, der meine Wünſche krönt.

Der Präſident nickte ſehr bedeutungsvoll bei dieſen Worten. Er führte das junge Mädchen raſch einige Schritte näher zu Erneſt, und fügte, ihn unterbrechend, hinzu:

Wir wiſſen, was wir Alicen verdanken, wir wiſſen, daß ohne mein liebes Mädchen Erneſt Octav von Schmidt⸗Welldorf niemals die Schwelle von Schloß Welldorf betreten hätte aber, wir wiſſen auch, daß wir dies Kind keinen beſſern Händen anvertrauen können, und daß Welldorf unter Deiner Herrſchaft gedeihen wird. Ziehet alſo ein in Frieden und unter unſern Segens⸗ wünſchen!