Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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einer der jüngern Töchter des Hauſes gefunden und als Lectüre benutzt wurde.

Es gehörte der unermeßliche Leichtſinn Bennos dazu, daß er dies verrätheriſche Buch wenigſtens zwei Tage im Wohnzimmer herumliegen ſah, ohne es bei Seite zu bringen, und daß er es ſelbſt in den Händen Charlottens erblicken konnte, ohne an die Gefahr zu denken, welche ihm dabei drohete. Vielleicht war es ſeinem Gedächtniſſe ganz entſchwunden, zu welchem Be⸗ hufe er ſich dies Buch vor Zeiten aus der Leihbiblio thek hatte holen laſſen. Genug, die Vorſehung hatte weisheitsvoll ſeine Handlungen gelenkt, damit ſich ſein Schickſal erfülle.

Charlotte ſaß träge und zu jeder Arbeit unluſtig in ihrem Arbeitsſeſſel, zur Seite des Fenſters, in wel⸗ chem das unſcheinbar gefundene Buch lag.

Benno ſpielte, wie immer, ſeine meiſterhaft ein⸗ geübten Salonſtücke auf dem Fortepiano und gab ſich der ſichern Ueberzeugung hin, daß es ihm ſehr bald gelingen werde, Charlotten wieder in dem Netze ſeiner alten Künſte zu fangen.

Wie wenig das Ausſehen derſelben dieſen Vor⸗ ausſetzungen entſprach, bemerkte er nicht, oder er gab ſich wenigſtens den Anſchein, es nicht zu merken.

Ihr kaltes Lächeln bei ſeinen muſikaliſchen Exer⸗