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„Wäre nur Ottendorf nicht mit Dir bekannt ge⸗ worden,“ ſeufzte Frau Bienengräber, indem ſie, in Er⸗ mangelung eines andern Gegenſtandes, ihren eigenen Liebling verwünſchte.
„Gott ſei dafür gelobt, daß Ottendorf in unſer Haus trat— er kam zur rechten Zeit,“ ſagte dagegen die Tochter und verließ ſchnell das Zimmer.
Mittlerweile rückte das Weihnachtsfeſt heran. Charlotte hatte die ſchöne Perlſtickerei mit keinem Fin⸗ ger wieder angerührt, die von ihr am Tage vor Ben⸗ no's Rückkehr ſo leuchtender Freude voll, weggepackt worden war. Es ſollte eine Ueberraſchung für Otten⸗ dorf werden, mit dem ſie, ohne jede Erklärung, im freundſchaftlichſten Verkehre geſtanden hatte. Das mußte vorbei ſein, ſowie Benno wieder in ſeine vernachläſſig⸗ ten Rechte trat.
In einer Hauswirthſchaft, wie die Bienengräber'⸗ ſche, gehört eine Wäſche mit zu den Vorbereitungen des Weihnachtsfeſtes. Es geht durchaus nicht anders, gewaſchen muß werden vor Weihnachten. Frau Bie⸗ nengräber traf richtig ihre Anſtalten, kramte zu dieſem Zwecke Benno's Koffer aus und fand bei dieſem Ge⸗ ſchäfte ganz unten auf dem Boden des Koffers ein Buch, das ſie ſorglos in's Fenſter warf, wo es von
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