Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Muth gewachſen ich werde heute zum erſten male den kleinen Alfred experimentiren laſſen.

Konſtanze holte tief, tief Athem. Sie intereſſirte ſich längſt für den Knaben, von deſſen liebenswürdigem Charakter ihr Bruder entzückt war. Sinnend ſchaute ſie ihm nach und eine ſeltſame Unruhe, beinahe ein Gefühl von Furcht, beklemmte von dieſem Augenblicke an ihr Herz.

Bald darauf hielt der Wagen des Geheimen Sa⸗ nitätsrathes Sterenthal vor der Thür, und der ehren⸗ werthe Herr ſtieg ſchwerfällig die Treppe zu ihr hinauf. Erröthend begrüßte ihn das Fräulein. Sie machte ſich auf verſchiedenartige Vorleſungen gefaßt und bedauerte aufrichtig, wie ſie ihm ſelbſt ſagte, daß ihr Bruder ſchon weggegangen war.

Er iſt zu Baron Roſenau? fragte der Doctor, diesmal wider alle Vermuthung nicht gerade aufgeräunit und heiter geſtimmt.

Konſtanze bejahte es, ſtand aber an, den Vorſatz Erneſt's,die Folgen ſeiner Cur zu erproben, zu erwähnen.

Schadet nicht, daß ich ihn nicht mehr finde, meine junge Dame, entgegnete der Doctor.Ich kann Sie zum Organ meines Mißmuthes machen. Sagen

Sie meinem Herrn Collegen, daß ich alles Ernſtes mit 1859. XIV. Erneſt Octav. III. 2