Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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Geſtalt dort heimiſch zu machen? Ganz im Hinter⸗ grunde regte ſich plötzlich ein Gedauke in der kalt und ſtolz ſcheinenden Dame, ganz im tiefſten Hintergrunde ihrer Seele erwachte eine Sehnſucht nach dem Ende ihrer Leiden, die ſie feſt verſchwiegen im Buſen trug. Was wartete ihrer für ein Leben, wenn die letzte Hoff⸗ nung auf Hülfe fehlgeſchlagen war? Wie glücklich mußte ſie Alicens Mutter preiſen, die aller Erdennoth entgangen, ungeſtört in der Gruft ruhete, als das Schickſal verheerend in ihren Kinderkreis einbrach.

Wir überlaſſen für einige Momente die Baronin ihren Meditationen, die ſie in dunkle Empfindungen verſtrickten und wenden uns zu Erneſt, der faſt zu der⸗ ſelben Zeit, wo Alice in das Haus der Baronin trat, mit feſten, muthigen Entſchlüſſen ſein Zimmer verließ, um ſich auch dorthin zu begeben. Er ſagte ſeiner Schweſter mit einem zuverſichtlichen LächelnAdien Konſtanze kannte ihres Bruders Mienenſpiel. 2

Was haſt du vor, Erneſt? fragte ſie theilneh⸗ mend ſeinen Weg vertretend.

4 Erneſt blickte unſchlüſſig in ihr Auge. Sollte er ſchon im Voraus davon plaudern?

Dir will ich es vertrauen, ſprach er eilig. Mit dem ſonnigen heitern Herl twetter iſt mir det