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das Bild der Mutter mit dieſer Tochter. Die Wage⸗ ſchale ſank zu Gunſten der Tochter. Wie feſt und ge⸗ diegen zeigte ſich Alicens Herz, während ſie um den Tod ihrer Angehörigen klagte, wie tapfer kämpfte ſie mit ihrer Wehmuth und ſuchte nach Troſtgründen, die zwar nicht über einen kindlichen Horizont hinausgingen, aber doch praktiſchen Sinn bewieſen.
„Das iſt die Schmidt'ſche Ader in ihr—“ flüſterte die Baronin vor ſich hin.„Man hört des Präſidenten bürgerliche Weisheit heraus, womit er dem weiblichen Gemüthe die überflüſſige Gefühlsweichheit nehmen will.“
In einer ganz folgerechten Gedankenverbindung ſprang ſie bei dieſer Reflexion zu dem Vater Alicens über.„Er muß wieder heirathen— das ſteht feſt!“ monologiſirte ſie weiter, indem ſie ihre weißen, ſtark beringten Finger leicht in einander faltete.„Lag mir doch dieſer Ausſpruch, während Alicens Plauderei, blei⸗ ſchwer auf den Lippen. Was würde das Mädchen dazu geſagt haben?“
Ein Seufzer hob ihre Bruſt. Alicens Mutter war noch nicht ein Jahr todt. Aber zwangen nicht Familienverhältniſſe den hinterbliebenen Gatten, das Bild der verſtorbenen Geliebten ſo bald wie möglich vom Altare des Hauſes zu entfernen, um eine andere


