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waltige Hand ſtrafend auf dies Gemüth zu legen, allein ihr Fatum war beſtimmt, und ſie gebar ihrem Gemahl den ſchmerzlich erſehnten Erben als Krüppel. Sie bekam keine Kinder außer dem armen Alfred, der mit dem Engelslächeln der Zufriedenheit auf dem ſchönen, wachsbleichen Geſichte, ihre Liebkoſungen empfing.
Was mußte dies feurig ſchlagende Mutterherz füh⸗ len, wenn ſie dieſen Sprößling einer zärtlichen und glücklichen Ehe betrachtete? Was mußte dieſe Frau empfinden, wenn ſie bedachte, daß er den Schlußſtein eines alten, berühmten Geſchlechtes bildete?
Sieben Jahre trug ſie ſtill reſignirt ihre Trauer — ſieben Jahre hatten hingereicht, um die Eiskruſte des Stolzes über ihr immerwährend blutendes Herz zu ziehen— da blitzte ein Strahl von Hoffnung in ihre umnachtete Seele. Durch des alten Doctor Sterenthal hingeworfene Aeußerung:„wenn hier ein Menſch hel⸗ fen könnte, ſo wäre es einzig und allein der junge, kühne Operateur Schmidt,“ hob ſich der Schleier der Hoffnungsloſigkeit und jetzt— jetzt war es geſchehen, was man kaum zu denken wagte! Der Knabe war operixt und hing ſeit Wochen, bewacht von den Blicken eines tüchtigen Chirurgen, in der Hängematte. Was wurde nun aus ihm? Konnte ſie ſich der Hoffnung ohne Scrupel hingeben? tt


