Teil eines Werkes 
3. Band (1859)
Entstehung
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der ihm aber dennoch eine gewiſſe Ehrfurcht vor dem Fräulein einflößte.

Sollte dies Frauenzimmerchen denn wirklich noch niemals daran gedacht haben, daß Frauenzimmer zum Heirathen in der Welt da ſind, murmelte er vor ſich hin, als er Konſtanze eines Tages verließ und ſeinen Wagen beſtieg, um die gewöhnlichen Rundbeſuche zu machen.Beinahe ſcheint ſie mir die heilige Veſta in Perſon das aber wär' Jammerſchade um ſolch' Perſönchen. Fräulein Konſtanze ich kann Jh⸗ nen nicht helfen Sie müſſen heirathen! Ich werde mein Möglichſtes thun, um die Cavaliere der Reſidenz auf dieſe aparte Blume der Mädchenwelt aufmerkſam zu machen. Fräulein Konſtanze muß heirathen, ſo bald als möglich, und es wird mein Werk ſein, einen Ca⸗ valier mit ihrer Liebenswürdigkeit zu beglücken.

Der Wagen pollte eilig die Straße hinab und Konſtanze, die natürlich von dieſem Selbſtgeſpräche keine Ahnung hatte, fühlte zum erſten Mal eine mäch⸗ tige Herzensregung, als ſie des alten Herrn cordiale Witze näher beleuchtete und es ſich eingeſtehen mußte,

daßz er Recht habe.

Heirathen? Ihre Gedanken flogen blitzſchnell zu einer Geſtalt zurück, die ſie einige Momente ihrer Aufmerkſamkeit gewürdigt hatte, um ſie dann, mit allen