Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Der Präſident zog komiſche Geſichter, und der Oberkammerherr blickte gutmüthig lächelnd auf ſeinen Sohn und deſſen Tochter.

Was dachte und that aber Benno? Zuerſt er⸗ ſchrak er, denn dieſer Vorſchlag durchkreuzte ſeine neu⸗ entworfenen Belagerungspläne. Dann blitzte Mißtrauen durch ſein Gehirn und er beobachtete mit bedeutend rollenden Augen die Familie. Eine heimliche Wuth durchfluthete ihn und regte ſeine Galle auf. Als er jedoch nicht einen Schimmer von Einverſtändniß er⸗ haſchte, kämpfte er ſeine Entrüſtung nieder und ſpannte nur ſeine Aufmerkſamkeit in höherm Grade an.

Dazu biete ich meine ritterliche Hülfe nicht an, gnädige Frau Schweſter, rief der Präſident erwi⸗ dernd.Alice iſt hier nöthig im Schloſſe ſie iſt mir nöthig zu meiner Laune, ſie iſt ihrem Vater nö⸗ thig zur Pflege, ſie iſt dem Vetter Benno nöthig zur Be⸗ wunderung ſeiner Virtuoſität. Einleuchtende Gründe, um Sie abzuweiſen und zur Ruhe zu verweiſen.

Die Oberkammerherrin warf ihm einen affectirt böſen Blick zu und ſprach dann:

Ludwig Dein Onkel zeigt ſich als tückiſcher Hauskobold er läßt mich in Stich, wenn ich ihn benutzen will. Sei Du gütiger, als er. Erlaube mir, den Wunſch der Baronin zu erfüllen.

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