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des Bewerbers. Zuerſt erlaube ich mir die Aufrage nach Ihren Zukunftsplänen, in ſo fern ſie Bedeutung für einen zukünftigen Schwiegerſohn des Hauſes haben. Wollen Sie ſich zum Generalkapellmeiſter emporſchwin⸗ gen?“
Benno, unzufrieden mit der weithin vertagten Verlobung, die er am liebſten ſofort im Rauſche der erſten Ueberraſchung geſchloſſen geſehen hätte, warf ſich nachläſſig in den Seſſel zurück, und nur die Nothwen⸗ digkeit einer Entgegnung entriß ihm die Worte:„Meine Pläne bezogen ſich nicht auf die precaire Weltſtellung eines Amtes. Ich denke in der geiſtigen Beſchäfti⸗ gung eine Höhe erreichen zu können, welche mich würdig des Kleinodes macht, das Schloß Welldorf in ſich faßt. Literatur, Muſik und Dichtkunſt bieten Bahnen, die zu ruhmvollen Lebensſphären führen, wenn man des Verdienſtes nicht benöthigt iſt. Alicens Geiſtigkeit, ihre subtilité d'esprit machen ſie fähig, die Beſtre⸗ bungen eines Mannes zu würdigen, der den Glanz der Berühmtheit um ſie hüllen will—.“
„Das iſt eine erhabene Lebensanſchauung,“ fiel der Präſident mit der Miene des ruhigen Hohnes ein, und Benno war aus dem Contexte gebracht. Seine Em⸗ pfindlichkeit erwachte. Die lange unterdrückte Fähigkeit, ſich mit den ariſtokratiſchen und bureaukratiſchen Capri⸗


