Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ihrer Unſchuld ein wahrhaftig reines, weißes Blatt⸗ man möchte ihr Vater ſein, da man nicht ihr Mann werden kann.

Die Oberkammerherrin lachte laut auf über dieſe heroiſche Liebeserklärung, ſetzte aber eilig hinzu:Alſo Benno, der Vetter, gefällt Ihnen ſonſt.

Gar nicht, Gnädige gar nicht! In ihm iſt etwas, das ausſieht, als wäre der Muſikdirector Bu⸗ chotzky nicht von Adel. Das gehörte nun freilich nicht zum Unglück, denn wir«Schmidts) denken noch nicht lange ariſtokratiſch und haben nur Bedeutung dadurch erhalten, daß wir uns auf Stammbäume geimpft ha⸗ ben, wie der Ihrige, der bis zu Adam reicht. Aber ſchon daß er, uns zu narren, dies vorgeben könnte, ärgert mich. Ich werde meine Meſures danach nehmen.

Jetzt traten die Andern ein. Alice mit einiger Haſt voran, als wolle ſie einer Berührung ausweichen, der Regierungsrath Arm in Arm mit Benno.

Alice begab ſich ſogleich in die Nähe des Präſi⸗ denten, der ſie an ſich zog und ſie fragte: wie es mit einer kleinen Spazierfahrt ſei.

Ich gehe ſpazieren mit meinem Papa, Onkel, flüſterte ſie ihm haſtig zu.Du weißt, wie gern ich dies thue, aber, nicht wahr, Du nimmſt den neuen Vetter mit in Deinen Wagen.*