Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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Unentſchiedenheit ein Ende, indem er Benno freund⸗ lich unter den Arm faßte, ihm freundlich in das männ⸗ lich hübſche Geſicht ſah und lächelnd ſagte:

Ihre Verhältniſſe ſind ſo ganz divergirend von denen, wie wir ſie von einem Abkommen des reichen Hauſes Schmidt erwarten zu können glaubten, daß wir nicht ohne Grund zweifelhaft werden müſſen, obgleich ſo Manches in Ihren flüchtigen Reminiscenzen aus Ihrer Jugend zu unſern Stammeigenthümlichkeiten ſtimmt. Ich nehme es über mich, Sie herzlich als Vetter zu begrüßen und werde, ſelbſt wenn Ihre Aus⸗ weiſungen über Ihre Abkunft nicht ausreichend befun⸗ den werden ſollten, mich freuen, Sie unter dieſen Umſtänden kennen gelernt zu haben. Sie bleiben für jetzt! Mein Vater, der Oberkammerherr Pri⸗ mus von Schmidt, fügte er vorſtellend hinzu,wird mir geſtatten, Sie als Gaſt ſo lange hier zu feſſeln, bis ſich das Verhältniß zwiſchen uns aufgeklärt hat. Dann wendete er ſich zu dem Präſidenten, ſtellte beide Herren, die ſchon in ihrem Geſpräche eine etwas feind⸗ ſelige Stellung gegeneinander angenommen hatten, bei⸗ derſeits unter Beibehalt der Form und Etiquette vor, führte den jungen Mann zu ſeiner würdigen Mutter und nannte den Namen ſeiner Tochter, die gleichmüthig und ſeelenruhig dem Fenſter nahe ſtehen geblieben war,