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den Präſident in ſeinem allerſchrillendſten Vortragstone, „wollen Sie uns gefälligſt den Vornamen ihres Herrn Vaters nennen?“
„Das kann ich nicht, mein Herr,“ entgegnete Benno freimüthig in ſein Geſicht ſchauend.„Ich habe meinen Vater nie gekannt, habe meine Mutter nur bisweilen geſehen und bin von einem alten Muſikdirec⸗ tor, den ich„Papay nennen mußte, auferzogen. Er bekam aber eine ſo reichliche Entſchädigung für meine Verpflegung, daß ich annehmen muß, von reichen Eltern abzuſtammen. Eines Tages kam meine Mutter wei⸗ nend und in Trauer bei uns an und erklärte: mein Vater ſei geſtorben. Sie ließ ſich nieder in Freusleben, wo ich in Penſion war, ſtarb aber nach wenigen Mo⸗ naten auch. Von da an hörte die Verpflegungsunter⸗ ſtützung auf. Der Nachlaß meiner Mutter reichte aus, mich Muſik ſtudiren zu laſſen und dadurch habe ich bis jetzt mein Fortkommen gefunden!“
Mit langen Geſichtern hörten die Anweſenden die⸗ ſen kurzen Abriß eines Lebens an, das ſehr abweichend
von ihren Lebensanſprüchen war.
„Wie aber in aller Welt, junger Mann, kommen
Sie darauf, daß Sie zu unſerer Familie gehören
könnten?“ fiſtulirte der Präſident unter ſcharfen In⸗ quiſitorblicken. 5


