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„Ob es der Onkel Octav iſt, der da kommt?“ flüſterte ſie ihrem Großonkel zu.
„Schwerlich, mein Mädchen,“ meinte dieſer.„Der gute Octav hätte uns eher einen Advocaten geſchickt— und der kann es am Ende auch ſein.“
Ein Wagen polterte jetzt draußen in den Schloß⸗ hof. Nur die Etiquette hielt ſämmtliche Anweſende in Schranken, ſonſt hätten ſie gewiß die Thüren geöffnet um zu erſpähen, wer ausſteigen würde.
. Eine Reihe von Minuten verflog, regungslos, ihre Gefühle niederkämpfend, ſtanden ſie da. Jetzt naheten Schritte. Eine melodiſche Stimme ſprach einige Worte— Alle ſahen ſich an.—„Ein jugendlicher Tenor!“ flüſterte der Präſident lachend— der Be⸗ diente riß die Thüre auf und meldete:.
„Herr Benno von Schmidt!“
„Benno“— wiederholte der Präſident und die übrigen murmelten„von Schmidt!“
Der Oberkammerherr, als Repräſentant der Fa⸗ milie trat raſch bis zur Schwelle vor, auf welcher im Nu die elegante Geſtalt des jungen Mannes erſchien, mit üblichen weißen Glacéhandſchuhen, im Frack, den Claque regelrecht im Arme.
„Der kommt zum Dinér, aber nimmer mit Ver⸗ wandtengefühlen zur Familie,“ dachte der Regierungs⸗


