Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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wären ſie ihr nutzlos durch das Wanderleben ihres Vaters geworden, der bald in Paris, bald in Prag, bald in Berlin, bald in Bremen und zuletzt in Ham⸗ burg gewohnt hatte. Beide Geſchwiſter, auf ſich ſelbſt angewieſen, hatten unter dieſem vagabondirenden Leben ihre Eigenthümlichkeiten frei entwickelt, aber ſie unter dem Drucke ihres finſtern und unfreundlichen Vaters nicht zur Geltung gebracht.

Erſt nach ſeinem Tode, vor ſechs Jahren, fühlten ſie die Troſtloſigkeit ihres Daſeins und die Schwere des Verhängniſſes zu Niemand zu gehören und daraus bildete ſich dann die Charakterrichtung mit ihren Ge⸗ müthseinwirkungen.

Erneſt war entſchieden mehr auf Abwege der Phanta⸗ ſterei gekommen, wie Konſtanze, die mit weiblicher Ge⸗ duld ihr Schickſal erwartete, während Erneſt ſich eins ſchaffen wollte. Jetzt aber trat die Vorſehung leuch⸗ tend in ihren Weg und ſie beſchloß, dies Licht zu benutzen.

Erneſt eilte ohne Ahnung der bevorſtehenden Kämpfe zu ſeiner Schweſter, die ihm, mit dem Zei⸗ tungsartikel in der Hand, entgegentrat.

Gottlob, die Gefahr iſt vorüber, ſagte er, achtlos gegen die drohende Haltung, womit Konſtanze ihn begrüßte.Mich ſoll wundern, ob die zarte Con⸗