Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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an ein Leben im Kreiſe angeſehener und geachteter Verwandten.

Welch ein Glück, dachte ſie in der Extaſe ihrer Dankbarkeit gegen das Geſch jick,welch ein Glück, daß Erneſt's dumme, thörichte Pläne, ſich mit dem Volke zu verbrüdern, um eine Heimath zu erringen, geſcheitert ſind an eines einfältigen Mädchens Jugendliebe! Dann erfaßte ſie plötzlich die Angſt, daß ein Irrthum obwalten und die kleine Doris dennoch ihren Bruder lieben könne. Das war die ſicherſte Klippe zuv Scheiterung ihrer glänzenden Träume. Beängſtigt ſchauete ſie nun aus nach ihm, beängſtigt berechnete ſie die Möglichkei⸗ ten, die ihn draußen auf der Inſel feſſeln konnten. Ihre Entſchlüſſe reiften daran. Wenn Erneſt ſich in der Sphäre nfcdelge die ihr im Grunde des Herzens zuwider war, die ſie niemals zu befriedigen vermochte, die ihr mehr ein Grauen, als idylliſche Freuden ver⸗ ſprach, ſo machte ſie ſich los von ihm und verſuchte ſich im Kreiſe derer zu acclimatiſiren, zu denen ſie durch die Bande des Blutes und durch ihre leiden⸗ ſchaftliche Vorliebe gehörte.

Bereits in ihrer Jugend hatte ſie den Mangel an ebenbürtigem Umgange recht ſchmerzlich vermißt. Ihre Mutter, eine hinterlaſſene Waiſe des Major von Heldern, hatte keine näheren Verwandte gehabt, auch