Teil eines Werkes 
1. Band (1859)
Entstehung
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nichtung übergab. Endlich erhob er ſeinen Blick und ſprach feſt und ſicher den Vorſatz nochmals aus,das Gut als Stammgut der Familie zu übernehmen. Wild und höhniſch lachte Junker Octav auf. Nimm es nur! Nimm es nur ich werde es eines Tages dennoch bekommen! ſchrie er überlaut und ſtürzte, den Kreis der Männer durchbrechend, in leidenſchaft⸗ licher Haſt aus dem Zimmer. Mißbilligend ſchaueten ſie ihm nach. Sein Betragen regte den Vorſchlag an, den verzogenen Sohn der Familie nicht länger unter der Aufſicht eines Hauslehrers und in der Umgebung eines allzu nachſichtigen Geſindes zu laſſen, ſondern ihn der Obhut einer ſtandesmäßigen Lehranſtalt zu über⸗ geben. Dieſer Beſchluß wurde ihm eröffnet und als er die ſtarre, an Entſetzen grenzende Verwunderung über ſolche Machtſprüche überwunden hatte, da fühlte daß er Niemand uf der ganzen Welt ſo haſſen Fnnte, wie ſeine ſieben Brüder. Er verſchloß aber Fine Haßgefüühle in der jungen Bruſt und wartete geduldig auf den Tag, wo er, mün⸗ dig geworden, in den unbeſtreitbaren Beſitz ſeines Erb⸗ theiles kommen würde. Erſt dann konnte er ausführen, was ſein brennender Haß ihm eingegeben hatte. Unmittelbar nach dem Ablauf des Trauerjahres feierte Primus Erneſt, der durch ſeine Verbindung mit