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in einigen Worten darauf hin, daß ſie in doppelter Rückſicht verpflichtet ſeien, nichts anzutaſten, was Bezug auf Junker Octav's leibliches Wohlergehen habe.
Seine Rede drang durch und es wurde dem Primus aufgetragen, als Vormund des unmündigen Octav ſeine Gelder ſicher zu ſtellen.
Die Verhandlungen über die Erbſchaft nahmen bei der verträglichen Gemüthsart der Schmidt⸗Well⸗ dorfſchen Nachkommen ſchnell einen ſo guten Fortgang, daß ſich die Mehrzahl der Brüder, von Berufspflichten getrieben, ſchon nach wenigen Wochen zu einem viel⸗ leicht ewigen Abſchiede aus dem väterlichen Schloſſe rüſteten.. Primus Erneſt hatte mit Bewilligung ſämmtlicher Brüder das Gut übernommen und er be⸗ nutzte das letzte, feierlich ernſte Mittagsmahl, welches ſie zuſammen im großen Saale vereinigte, um ſeinen Brüdern ſeine demnächſt erfolgende Verlobung mit der Comteſſe Helena von Heſſenthal zu verkünden und ſie mit herzlicher Liebe zu erſuchen, ihn als den Primus der Familie, der mit väterlicher Sorge für ſeine Brüder fühle, auf dem Stammgute heimzuſuchen, ſo oft es ihre Zeit erlaube.
„Ich werde Schloß Welldorf jedes Jahr ſechs volle Monate bewohnen und es mir angelegen ſein laſſen, die Umgebungen und Einrichtungen deſſelben
1859. XII. Erneſt Octav. I.


