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Herzblatt der Mama und das Spielwerk des Papa. Sie ſchienen Beide vergeſſen zu haben, daß ihnen noch andere Kinder lebten, und wenn dieſe ab und zu im elterlichen Schloſſe erſchienen, ſo kehrte ein Unbehagen mit ihnen ein, das eben ſo peinlich für die Eltern, als für die Kinder war. Am liebſten verkehrte der Junker mit der Dorfjugend, die er mit ſeiner Herrſchſucht gehörig maltraitirte, aber es gab auch ſeitdem keinen hungernden Armen mehr im Dorfe. Er kleidete und ſpeiſete ſeine Kameraden mit der Großmuth eines Königs und ent⸗ wickelte bei dem geringſten Widerſtand, den er bei dieſer Handlungsweiſe fand, einen ſo ungebändigten Willen, daß ſich ihm mit der Zeit Niemand mehr zu wider⸗ ſetzen wagte.
Die Loſung im Schloſſe hieß„Junker Octav hat's geſagt!“ Danach richtete ſich das ganze Haus⸗ geſinde, und ſogar der Kammerdiener Sr. Excellenz, Monſieur Jean Pierre, welcher Jahr aus, Jahr ein, ſein Amt als Ankleidekünſtler beim alten Herrn ver⸗ richtete und ihn eines Tages mit derſelben Gemüthlich⸗ keit à la Bourbon friſirte, wie er ihm ſeither ſtetig à la Buonaparte den Kopf zurecht geſetzt hatte, trotz des deutſchen Grimmes, der in des Miniſters Bruſt eingezogen war.
Es war die letzte Veränderung der Mode, die


