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ſtattliche Jünglingsſchaar in Proceſſion das getaufte Brüderchen wieder zurückbrachte.
An dieſem Tage war Freude, Friede und Fröh⸗ lichkeit im ganzen Schloſſe verbreitet.
Feſtlicher Glanz durchſtrömte es von den Salons bis zum kleinſten Bedientenſtübchen und im Dorfe er⸗ fuhren auch die Aermſten, daß Braten und Wein vor⸗ trefflich ſchmecke.
Bald nachher wurde es einſamer im großen Schloſſe und nach und nach immer ſtiller. Junker
Primus Erneſt nahm ein Hofamt bei demſelben Für⸗
ſten an, dem ſein Vater glorreich gedient. Secundus Ludwig wurde von der Größe des meteorgleichen Feld⸗ herrn Buonaparte angezogen und ſchloß ſich ſeiner Heeresmacht an, die ſpäterhin ſein deutſches Vaterland verheerte. Tertius Victor ſtudirte Jura in Göttingen und Quartus zog mit einem Vetter hinauf zu Ruß⸗ lands Steppen.
Die übrigen vier Brüder lebten und lernten in den Tag hinein ohne beſondern Zweck und ohne be⸗ ſtimmtes Ziel, bis zur Zeit wo die franzöſiſche Macht ſich weiter und immer weiter verbreitete. Ihr kriege⸗ riſcher Sinn erwachte. Die Fahnen des ſiegreichen Eroberers lockten ſie ebenfalls an. Einer nach dem


