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neigung einen Kreis, um eine kurze und ruhige Bera⸗ thung zu halten. Nachdem der Primus Erneſt eine Anſprache gehalten und die Stimmen geſammelt hatte, trat er wieder vor:
„Wir ſind mit den Anordnungen unſers gnädigen Herrn Vaters vollkommen zufrieden und verſprechen mit einem Handſchlage„des Bruders Octavus Rechte wahrzunehmen und für ſeine Gleichſtellung in der zu⸗ künftig erfolgenden Erbſchaft Sorge zu tragen.“ Nach dieſen Worten reichte er ſeine Rechte dem Vater, der ſie kräftig ſchüttelte und ſeine Brüder folgten dieſem Beiſpiele. Darauf öffnete Septus, als Jüngſter, dienſt⸗ fertig die Thür und die Junker entfernten ſich eben ſo feierlich ſchweigſam, wie ſie gekommen waren.
Wie ein Lauffeuer verbreitete ſich die Nachricht von dieſem Beſchluſſe durch das Schloß und fand ſeinen Weg bald durch's ganze Dorf. Das ſchien den Leuten eine Taufe, wie ſie noch nie dageweſen war. Stets bereit, die Handlungen ihres Gutsherrn, der mit dem prahleriſchen Titel„Miniſter“ eine unerreichbare Größe in ihren Augen war, mit Ehrfurcht zu betrach⸗
ten, mußte gerade dieſer kirchliche Act ihrer Verehrung
die Krone aufſetzen. Und als den Dorfälteſten ſogar eine Einladung zukam, dieſer großartigen Taufe in
der Schloßkapelle beizuwohnen, da gab es dicht unter


