ſchaft wird erfolgen, wie ich ſie vor der Geburt des Jüngſten angeordnet habe, denn ich hoffe mit Gottes Hülfe innerhalb der Friſt, die mir noch zum Leben bleibt, ein Erſparniß zu Gunſten des letzten Kindes zu machen. Allein, ſollte mich der Tod früher aus der Mitte meiner hoffnungsvollen Nachkommenſchaft rufen, ehe ich dies in's Werk zu ſetzen ermöglichte, ſo fordere ich von Ihnen an Eidesſtatt jetzt das Verſprechen: für den kleinen Burſchen, den Sie ſich zum Pathen erwählt haben, väterlich zu ſorgen und zwar in der Art, daß ein Jeder von Ihnen das Kapital einſchießt, welches die Theilung gleich macht. Ein Majorat ſtifte ich nicht, Meſſieurs! Wer dies Familiengut, das mein ſeliger Vater mit dem Schweiße ſeiner Arbeit verdiente, über⸗ nimmt, um es zu bewirthſchaften, der wird die Be⸗ dingungen, unter welchen es geſchehen kann, nicht gerade unbillig finden. Ein Weiteres ſprechen wir noch ſpäter⸗
hin. Für jetzt danke ich Ihnen, Meſſieurs, und lade
Sie ein, morgen früh um elf Uhr in der Kapelle zu erſcheinen. Ihrer gnädigen Frau Mutter werde ich Mittheilung machen. Ueberlegen Sie einen Augenblick das, was ich geſagt habe und geben Sie mir Antwort darauf.“
Der Miniſter ließ ſich würdevoll in ſeinem Seſſel nieder. Die Brüder bildeten nach reſpectvoller Ver⸗


