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„Das iſt zu lange!“ rief Herr Toby im Tone des Schreckens.
„Wir wollen unterhandeln— vier Monate erlauben wir,“ meinte Oſterhof.
„Bis dahin kann das Haus bewohnbar ſein,“ bat Frau Magdalene leiſe.
„Wo nicht, ſo ſeid Ihr Gäſte meines Hauſes,“ er⸗ klärte Oſterhof bedeutungsvoll. Volkmar ſah Lyſanna an. Sie ſchwieg.
„Oder Hausgenoſſen der Eremitagenbewohner,“ ſprach Herr Toby ruhig.„Genug, nicht länger als vier Monate wollen wir Euch entbehren.“
Frau Oſterhof hatte nicht mit einer Miene ver⸗ rathen, was ſie dachte. Es war die erſte Probe kluger Nachgiebigkeit, die ſie ablegte. Da es ihr weit weniger ſchwer geworden war zu ſchweigen, als ſie gedacht hatte, ſo iſt zu vermuthen, daß ſie es vorziehen werde, ihrer Zunge öfter Zaum und Zügel anzulegen.—
In der Folge wurde Alles in Glaubek, wie man es zu hoffen berechtigt war. Herr Elias Koltrum hatte das Glück, ſein Geſchäft zur höchſten Blüthe zu bringen. Vom Morgen bis zum Abend thätig fand er die ſüßeſten Freuden im Schooße ſeiner Familie.
Aehnlich erging es Volkmar, dem auch Alles glückte, was er anfing. Nur war er ſowohl als Lyſanna noch


