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ſetzte der Fabriksherr Herr Elias Koltrum das liebe Dorfpublicum in ein gränzenloſes Erſtaunen, als urplötz⸗ lich der Geiſtliche an einem Sonntage in den erſten Ta⸗ gen des Septembers von der Kanzel herab verkündigte, daß beſagter Herr Elias Koltrum Willens ſei, mit der Jungfrau Fräulein Giſela von Ilow in den Stand der heiligen Ehe zu treten.
Als wäre Revolution, ſo rottete ſich das Volk vor den Kirchthüren zuſammen, um dies unerhörte Ereigniß zu beſprechen.
Ely und Giſela ſtanden noch an demſelben Tage vor dem würdigen Diener der Kirche und ließen ihren Herzensbund in aller Stille einſegnen.
Dann erſt verfügten ſie ſich nach der Eremitage, wo man mit Spannung und freudiger Theilnahme ihrer wartete. Lyſanna flog den Neuvermählten entgegen und ſchlang ihre Arme feſt um die Freundin.
„Vergilt Du ihm, was er uns Gutes gethan hat!“ flüſterte ſie.
Gleich darauf war die Gruppe umringt von den Verſammelten und die Rührung des erſten Momentes löſ'te ſich in Heiterkeit auf. Lyſanna vor Allen war ausgelaſſen fröhlich wie ein Kind, das ſeine liebſten Wünſche erfüllt ſieht. Sie gedachte mit komiſcher Feier⸗ lichkeit der erſten Bekanntſchaft mit Giſela und behaup⸗


