Teil eines Werkes 
2. Band (1865)
Entstehung
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Wie willſt Du ihm die ſchlafloſen Nächte vergüten, die er ſeinem Geſchäfte widmete, um es in Flor zu bringen? Wie willſt Du ihm die Schweißtropfen bezah⸗ len, die er vergoß, während wir uns gemüthlich im Schat⸗ ten erquickten, den er uns geſchaffen hatte?

Lyſanna! ſprach Herr Tobias ernſt und gewichtig. Lyſanna fuhr bewegter fort:

Wie willſt Du ihm die Jahre der Jugend bezah⸗ len, die er unſerm Wohlleben geopfert hat?

Lyſanna! rief der weiſe Gelehrte erſchüttert.

Wie die Sorgfalt, ſein Beſtreben, uns Freude zu bereiten, unſere Bequemlichkeit zu erhöhen wie die unerſchütterliche Güte, wie die jahrelange Opferwilligkeit, wie ſeine Beſcheidenheit, ſeine Anſpruchsloſigkeit, ſeine Sparſamkeit gegen ſich ſelbſt, während er mit ſeltenem Geſchmack uns in Luxus hüllte, wie nilſt; Du dies Alles vergelten, mein lieber Vater?!

Lyſanna! ſprach der Vater faſſungslos. Die Mut⸗ ter faltete zitternd ihre Hände in einander.Ely ſoll ſich nicht beklagen dürfen, fügte Tobias dumpf hinzu.

O, Ely wird nie klagen! rief Lyſanna mit rüh⸗ render Begeiſterung.Haſt Du jemals eine Klage von ihm gehört? Ely wird das Werk ſeiner Jugend, die Schöpfung ſeiner Thätigkeit verlaſſen, ohne zu klagen, er

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