macht worden waren. Er erklärte ihr, daß er nicht im Stande ſei, einer Dame von Stande eine genügende Exiſtenz zu bieten, wenn dieſelbe mit den Anſprüchen ihres Standes aufzutreten Willens ſei.
Dann erſt erzählte er ruhig, daß er es von Anfang an als eine Wohlthat empfunden hätte, Giſela im klei⸗ nen Hauſe zu wiſſen, daß ſein Leben eine ganz andere Färbung erhalten, daß er unter dem ſteigenden Einfluſſe der Liebe, die er zu ihr gefaßt, große Gedanken genährt habe. Er beleuchtete ſeine tyranniſchen Eingriffe in ihr Eigenthum und geſtand ihr den vermeſſenen Plan, den er mit dem Bau ſeines Wohnhauſes verbunden hatte. Ihr kleines Häuschen ſollte ſich gleichſam als ein Flügel demſelben anlehen und ihm ſchon ein Aſyl ſtiller Häus⸗ lichkeit werden, ehe noch der Bau des größern Hauſes vollendet war. Seine Einrichtungen waren getroffen, bevor das Ungemach mit Roſſian's Betrügerei begann. Jetzt hatte er mit Rückſicht auf ſeine haltloſe Stellung ganz auf das Project verzichtet, aber er hielt ſich an dem Glauben aufrecht, daß die Sonne des Glückes nun von Neuem über Alles das aufgehen werde, was von ihm be⸗ ſchloſſen worden war.
Giſela hielt die Hand feſt in den ihrigen, die er ihr reichte. Des Weibes heilige Scheu vor dem Worte


