Teil eines Werkes 
1. Band (1865)
Entstehung
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im kleinen Häuschen zu Glaubek einer glänzenden Ab⸗ hängigkeit vorzog. Sie war unzufrieden mit ſich, dem Zuge ihres Herzens gefolgt zu ſein, der ſie in neue Ban⸗ den verſtrickte.

Sie war unzufrieden mit ſich, daß ſie die leiſen

Warnungen ihrer Vernunft mißachtet hatte, die vom Be.

ginne ihrer erſten Bekanntſchaft mit Koltrum's die Macht durchſchaute, welche dieſe Menſchen über ſie gewinnen würden. Das neue friſche Leben in ihrem Geiſte hätte ſie aufmerkſam machen müſſen, wie tief die Sympathie war, die ſie mit ihnen verband.

Allein ſie war unklug allen Grundſätzen ungetreu geworden und hatte ſich von einem mächtigen Intereſſe verleiten laſſen, ihre Seelenruhe zu opfern und alle Ge⸗ danken mit der Wohlfahrt und dem Lebensglücke Ly⸗ ſanna's zu vereinigen.

Das begeiſterte Wohlwollen für dies junge Mädchen hatte ſie nicht abgehalten ihre Fehler zu erkennen, aber

ſie hoffte ſie als Siegerin aus den Kämpfen hervorgehen

zu ſehen, die ihr bevorſtanden. Statt deſſen mußte ſie den Kummer erleben, Lyſanna der geheimnißvollen Macht, die gewöhnlich junge innerlich verderbte Männer auf unſchuldige Mädchen ausüben, erliegen zu ſehen. Sie hatte freilich gethan, was in ihren Kräften ſtand, um ihre junge Freundin vor einem Bündniſſe mit Roſſian zu be⸗