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erſten Male die Kanzel betreten hatte, um ſeine Redner⸗ gaben zu prüfen, war er von einer unüberwindlichen Angſt befallen und in unbezwinglicher Gedächtnißſchwäche ſtecken geblieben. Das veranlaßte ihn, ſeinen Vorſatz,„Prediger werden zu wollen,“ gänzlich aufzugeben und ſich auf ſein väterliches Erbtheil zurückzuziehen, wo er fortan ſeinen Studien und ſchriftſtelleriſchen Beſchäftigungen oblag. Sein Bruder Elias hatte Kaufmann werden wollen. Er war bis zu dem großen Momente gekommen, wo die Lehrjahre eines Comtoiriſten ſich in die glückſelige Frei⸗ heit der Commisjahre verwandeln, als ſein Bruder Toby ſeine Carriere änderte. Das brachte auch in ſeine Lauf⸗ bahn einen Umſchlag. Er kannte das unpraktiſche Weſen
Toby's und ſah ein, daß ſich der Ertrag des kleinen.
Ackergutes unter deſſen Verwaltung nicht gerade mehren würde. Flugs ſattelte er um, ging in ſein Dorf zurück und fing an zu ſpeculiren mit dem, was ſein und ſeines Bruders Eigenthum war..
Toby verheirathete ſich ſehr bald mit der Tochter eines Paſtoren. Ely blieb ledig und ließ ſich von ſeiner hübſchen, ſanften Schwägerin Magdalene pflegen und ver⸗ ſorgen. Eine Reihe von Jahren ſchlich an dieſen Leuten vorüber, ohne weſentliche Veränderungen zu bringen. Von mehreren Kindern blieb dem Toby Koltrum nur eine Tochter„Lyſanne“ am Leben, die ſo ſtill und geräuſch⸗


