Teil eines Werkes 
1. Band (1865)
Entstehung
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kleinen Boote, von flüſternden Wellen langſam dahin gleitend, unbewußt von ewigem Frieden träumend? Wer hat nicht, über die weite Waſſerfläche hinwegſchauend, ſchon empfunden, daß er das Glück, mit den Wellen dahinziehend, in der Ferne ſuchen möchte? Wem iſt nicht ein Strahl der Beruhigung in's Herz gedrungen, wenn das Sonnengold des Abends Brücken über die Stromes⸗ wellen zog, die das Waſſer mit dem Himmel vereinigten und den Uebergang zur Ewigkeit leicht zu machen ſchienen?

Zwiſchen dem Weidengeſträuch bahnte ſich ein ſchmaler Fußweg, kaum Raum für zwei Perſonen gebend. Dieſer Pfad wurde von den Bewohnern aller Ortſchaften, die, gleich Glaubek, am Strome lagen, dergeſtalt benutzt, daß er, trotz der häufigen Ueberſchwemmungen, immer ſehr bald wieder glatt und feſt getreten, den Umwohnenden nicht allein ein Communicationsweg, ſondern auch ein Spazierweg war. Namentlich den Glaubekern diente er zu kleinen Vergnügungen im Frühlinge und Sommer. und die zahlloſen Stege, welche von den Gärten an dem Abhange entlang nach dem Strome führten, gaben hin⸗ reichend Zeugniß von der Vorliebe der Glaubeker Jugend für dieſe Promenade.

So war es vor Jahren ſo ſah Glaubek vor der Zeit aus, wo der Morgenglanz der Cultur, welche mit der Macht des Dampfes anbrach, über dieſen Ort auf