den ſich meiſtentheils die Gärten der Dorfbewohner an⸗ ſchließen. Dies Dorf— wir wollen es kurzweg mit dem Namen Glaubek bezeichnen— galt ſchon vor Jahren als eine Zierde der Landſchaft, obwohl nur Häuſer der allereinfachſten Bauart, nebſt ärmlichen Hütten und kunſt⸗ loſen Gartenzäunen dem Auge deſſen begegneten, der vom Strome aus die hübſche Lage des Ortes bewun⸗ derte. Die lange Reihe von Häuſern mit ihren Gärten, die ſich von Oſten nach Weſten entlang zog, täuſchte über die Größe und Bedeutſamkeit dieſes Dorfes ſo lange, bis man ſich der Spitze der Erhöhung näherte, die nach dem Waſſer zu einen Vorſprung bildete. Hier, durch eine Krümmung des Stromes begünſtigt, überblickte man die Aermlichkeit ſeiner innern Einrichtung und zugleich die ganze Eintönigkeit einer fruchtbaren Ebene, die zur Freude der Beſitzer ſtets ſegensreiche Ernten verſprach. Die rei⸗ zende Idylle, welche man ſich von der Stromſeite aus geſehen, mit allen möglichen poetiſchen Farben ausge⸗ malt, verſchwand allerdings dem Vorüberfahrenden, allein denen, die da wohnten, blieb ja der Strom mit ſeinen Wieſen, die von ſtarken Weidenbuhnen gegen die Ver⸗ nichtungswuth des Waſſers geſchützt waren; ihnen boten ſich ja die wechſelnden Freuden einer Gegend, die von einem mächtigen Gewäſſer durchſtrömt wird. Wer kennt nicht die ſüße Ruhe eines ſonnigen Sommerabends, im
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


