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bert nur Hohn und Spott für die Lebenszwecke des frommen Mannes hatte.
Ihre erwachten tröſtlichen Hoffnungen beſtätigten ſich. Ein Brief aus Kopenhagen traf ein, den Frau Depping mit ſtrahlendem Triumphe zu Urſula herüberbrachte. Hubert ſchrieb voller Humor„als Ausreißer“, wie er ſich benannte. Er erzählte ſeiner Mutter ganz gemüthlich eine Menge Reiſeabenteuer und gab die Abſicht zu erkennen, längere Zeit im Norden Europa's herumreiſen zu wollen. Wo er in der Zwiſchenzeit geweilt, hielt er für gerathen, nicht zu erwähnen, und Urſel war auch in der Freude ihres Herzens, allen Arg⸗ wohn vernichtet zu ſehen, viel zu wenig neugierig darauf.
Leopoldine ahnte den Sachverhalt; ſie kannte Hubert. Seine übermüthige Kaltherzigkeit war ihr eine Bürgſchaft bei ſeiner Handlungsweiſe:„Bis an die Grenze und dann nicht weiter.“ Ganz ſicher lag hier dieſer Grundſatz auch vor.
Von nun an widmete ſich Leopoldine mit unendlicher Güte der Familie Ringforth, aber ſie unterließ auch nicht, Urſula mit ſanften Worten zu tadeln, wenn dieſe in ihrer töchterlichen Pflichterfüllung zu weit gehen wollte.
Damen konnte ſie ſich nicht denken, da ſie wußte, daß Hu⸗ 1
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„Darf ich an mein Glück denken, Poldy, da mein Vater
3 ſo unglücklich iſt?“ fragte das junge Mädchen in wahrer Heerzensangſt.
3„Ich finde dieſe Frage nicht befremdlich, Urſel,“ antwor⸗
tete ſie ruhig;„es iſt einem weichen Herzen natürlich, nicht glücklicher ſein zu wollen als unſere liebſten Angehörigen. Allein Du würdeſt Arnold eines Glückes berauben, und 4 Arolds Glück muß das Ziel Deines Lehens ſein.“


