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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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eigene Ehre und an die Ehre der Dame zu denken, die durch ſorgloſen Leichtſinn gefährdet erſchien.

„Gnädige Frau,“ ſtammelte er faſſungslos,„bedenken Sie— bedenken Sie!“

„O, die Sache iſt leicht zu arrangiren,“ entgegnete Frau Adele ſo leichthin, als gälte es die Garnitur eines Feſtkleides zu berathen.„Wir reiſen! Meine Tante ſoll nach dem Süden, ihres aſthmatiſchen Uebels wegen. Sie begleiten uns, nicht wahr?“ fragte ſie mit ſchmeichelndem Tone.„Meine Tante rechnet darauf, Sie als Reiſecavalier engagiren zu dürfen.“

„Viel Ehre für mich!“ antwortete Hubert, nach und nach wieder Faſſung gewinnend.

„Es wird eine genußreiche Reiſe werden! Urſel hat für dergleichen Lebensgenüſſe keinen Sinn— ſie beſitzt ihres Vaters practiſch bürgerliches Weſen. Nicht wahr, Sie ge⸗ nießen mit uns die köſtlichen Tage, wenn wir, berauſcht von der Schönheit und Großartigkeit der Natur, die heimath⸗ lichen Aergerniſſe zu vergeſſen ſuchen.“

„Gewiß! Gewiß!“ entgegegnete Hubert feurig einfallend.

„Mich beſeeligt der Gedanke,“ fuhr Frau Adele fort, ſchwärmeriſch die Augen hebend,„o, wie lange habe ich ſchon gewünſcht„reiſen zu können,“ zumal nach den ſüd⸗ lichen Geſtaden des Meeres, deren bezaubernder Einfluß auf uns Nordländer einen unſäglichen Reiz ausüben ſoll—“

„Sich ergötzen an dem Meeresſpiegel mit ſeinen pracht⸗ vollen Farben und Wellenſpielen, überſpannt vom tiefblauen Himmel des Südens,“ fiel Hubert prompt ein,„welch' ein entzückender Gedanke!“

„Und dann die zahlloſen, eleganten Villen in den von

Blüthen ſtrotzenden Gärten—“ 13 8½