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Kampf überall : Novelle / von Ernst Fritze
Entstehung
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„An Alles dies dachte ich, Väterchen,“ unterbrach das junge Mädchen ihn mit ihrer gewöhnlichen, kindlichen Naivetät,„mir fiel dabei ein, daß ich weder der Großtante Kynar noch meiner Mama auf ihrer glänzenden Lebensbahn nothwendig oder nützlich ſein werde, daß ich aber weder Dich und Curt noch Arnold verlaſſen, treulos verlaſſen könne, ohne zu ſterben; ich bleibe bei Dir!“

Ringforth ſah ſie ruhig und feſt an.„Willſt Du den Zorn der Tante Kynar wecken und die ſchweren Folgen deſſelben tragen, Urſel?“

„Viel eher als den Gedanken an Deine Trauer, wenn wir uns trennen müßten.“

„Meine Hilfsbedürftigkeit darf Dich nicht zur Ent⸗ ſagung ſo überwiegender Vortheile verleiten.“

„Mich verleitet nicht Deine Hilfsbedürftigkeit, ſondern

meine treue Tochterliebe, Väterchen. Schreib' der Tante. Kynar das, an Mama werde ich es ſelbſt ſchreiben. Ich bleibe hier, und mein Bruder Curt muß auch hier bleiben. Wir gehören zu Dir und können uns nicht des Mammons

wegen von Dir losreißen. Wir bleiben bei Dir!“ Das junge Mädchen hatte ohne Exclamation geſprochen. „Du betrachteſt Deinen folgenſchweren Vorſatz ſo gleich⸗ müthig, weil Du glaubſt, Deine Mutter werde ihre 1 Drohungen nicht wahr machen,“ wendete Ringforth etwas V

ſchroff ein.

„Ja, liebes Väterchen! Die Mutter i*ſt verleitet durch Andere. Wenn ſie das erſt einſieht, ſo wird ſie der Ver⸗ gleich Deiner ewig gleichen Güte mit dem harten Eigenſinn 3 der Tante Kynar wieder zu uns zurückführen. Mein Arnold ſchreibt mir, daß er unmittelbar nach ſeinem beendeten